ENTSTEHUNG

 

Gründungsdatum: 10.10.2010

 

Auf dem Foto von links: David Stöckl, Enrico Cescutti, Sandro Cescutti, David Sämann, Michael Schlicke, René Ebert. Nicht auf dem Foto: Christoph Ebert
Auf dem Foto von links: David Stöckl, Enrico Cescutti, Sandro Cescutti, David Sämann, Michael Schlicke, René Ebert. Nicht auf dem Foto: Christoph Ebert

 

Der Wunsch nach mehr Eigenverantwortung bei der sportlichen Lieblingsbetätigung herrschte in den Köpfen von Rene Ebert, Sandro Cescutti, David Sämann und David Stöckl schon lange vor. So war es nur logisch, dass bei einem Absacker im Papa Joe's an einem Sonntag im Oktober 2010 die Gründung eines eigenen Fußballvereins beschlossen wurde.

Aus einer vagen Idee wurden allmählich konkrete Planungen und bei den nun folgenden wöchentlichen Treffen musste alsbald ein Vereinsname gefunden werden.

Nach mehrstündigen Beratungen viel die Wahl auf „FC Kickers Erlangen“. Mit dem Beinamen „Kickers“ wollte man sich dabei deutlich von ehemaligen Vereinen aus dem Nordwesten der Stadt abgrenzen.

Michael Schlicke, Christoph Ebert, Marco und Enrico Cescutti ließen sich sofort von der Sache begeistern und so konnten fleißige Vereinshelfer und Gründungsmitglieder gefunden werden.

Der erste Trainer, der Posten wurde vereinsintern durch Rene Ebert besetzt, konnte sich im August 2011 über einen Kader von 28 Mann freuen. Unter ihnen befanden sich namhafte Spieler wie Bernd Geinzer, Milan Todorovic, Christian "Dixie" Dörner oder Harald Coste.

Die Anfangseuphorie durch das Erreichen der vierten Runde des TOTO-Pokals, u.a. mit einem Sieg über Kreisligist TSV Brand, konnte nicht vollends in den Saisonauftakt der neugegründeten B-Klasse mitgenommen werden, sodass es dort früh die ersten Niederlagen gab.

Dennoch stand nach der Hinrunde die Herbstmeisterschaft, am Saisonende zusätzlich die Meisterschaft und damit der Aufstieg in die A-Klasse.

2012/2013

Zur neuen Saison wechselten die Kickers ihre Heimspielstätte vom Gelände des BSC Erlangen hin zum ATSV Erlangen. Hier boten sich vor allem bessere Trainings- und Spielbedingungen.

Die Vorbereitung zur A-Klasse begann verheißungsvoll, wieder konnten zahlreiche qualitativ hochwertige Spieler hinzugewonnen werden. Der Mitgliederstand hatte zwischenzeitlich beinahe die 50 erreicht. Nach einem guten Start steigerte sich die Mannschaft, was zur Winterpause abermals die Herbstmeisterschaft bedeutete. Die Euphorie erreichte ihren vorläufigen Höhepunkt, als der junge Verein durch das Online-Fußballmagazin "anpfiff" zur Mannschaft des Jahres 2012 gekürt wurde (meiste Punkte pro Spiel im Kalenderjahr 2012). Die Auszeichnung war mit einigen Sachpreisen verbunden.

In der Halle erreichte man zumindest die zweite Runde, nachdem man sich in Rune eins souverän durchgesetzt hatte.

Sportlich lief es rund in der Rückrunde. Man feierte 14 Siege in 14 Spielen und stieg mit erneut klarem Vorsprung als Meister in die Kreisklasse auf.

Auch neben dem Platz tat sich einiges. So wurde Vorstand mit Dominik Beck um ein weiteres Mitglied erweitert. Weiterhin wurde die Gründung einer 2. Mannschaft beschlossen. Als Trainer konnte Frauenaurachs David Durel verpflichtet werden. Es wurden Fusionsgespräche mit dem BSC Erlangen geführt, welche allerdings aufgrund eines zu geringen zeitlichen Vorlaufs scheiterten.

2013/2014

Allen Beteiligten war vor der ersten Kreisklassen-Saison klar, dass es nach dem rasanten Aufstieg in den beiden Vorjahren irgendwann wieder einmal zu Negativerlebnissen kommen würde. Und bereits am 1. Spieltag zahlten die Kickers im Heimspiel gegen die SG Siemens Erlangen bitteres Lehrgeld. Die unglückliche 2:3-Heimniederlage bedeutete die erste Pleite seit fast zwei Jahren und zugleich die erste auf heimischem Platz in der gesamten Vereinsgeschichte. Bis zum Winter konnten aber die nötigen Punkte gesammelt werden, sodass im Dezember 2013 ein Platz im gesicherten Mittelfeld stand. Selbstredend konnte der „anpfiff“-Titel zur Mannschaft des Jahres nicht verteidigt werden, jedoch erreichte man hauptsächlich der guten Vorsaison geschuldet abermals einen Platz in den Top 5 dieser Wertung.

In der Hallenkreismeisterschaft wurde der Vorjahreserfolg mit dem Erreichen der zweiten Runde wiederholt. Der in dieser Zeit in finanzielle Schieflage geratene BSC Erlangen ermöglichte durch seine Absage am Brucker Dreikönigsturnier den Kickers ihrerseits die erste Teilnahme an diesem traditionsreichen Event. Die Kickers verkauften sich gut und schieden nach großem Kampf erst im Viertelfinale gegen den späteren Turniersieger und Gastgeber FSV Erlangen-Bruck aus.

Die 2. Mannschaft startete durchwachsen in ihre erste B-Klassen-Saison. Einigen guten Spielen folgten leider häufiger schlechte, sodass man zur Winterpause im oberen Tabellendrittel stagnierte.

Mit Thomas Kurz konnte die Vorstandschaft um einen Jugendleiter erweitert werden. Gemeinsam mit dem ATSV Erlangen installierten die Kickers ihre erste Jugendmannschaft in Form einer D-Jugend-Spielgemeinschaft. Diese tat sich in der ersten Saison meist schwer gegen die Konkurrenten älteren Jahrgangs.

Da es beim ATSV Erlangen während der allgemeinen Trainingszeiten zu eng zuging, entschlossen sich die Kickers zur Winterpause zum BSC Erlangen zurückzukehren. Beim Geländewechsel mit im Gepäck war eine Damenmannschaft des ATSV Erlangen, welche sich gegen einen Verbleib bei ihrem Heimatverein ausgesprochen hatte und aus eigenem Antrieb den Kickers nachfolgten.

Wegen fehlender Spielerinnen bestritt sie allerdings nie ein Punktspiel für die Kickers. Nicht mit nach Büchenbach wechselte die Jugendmannschaft. Sie verblieb zusammen mit Thomas Kurz beim ATSV Erlangen. Die Spielgemeinschaft mit dem ATSV Erlangen wurde zur nächsten Saison aufgelöst.

Für die 1. Mannschaft langte es am Ende immerhin für den neunten, für die Zweite gar für den sechsten Tabellenplatz. Auch in der Vorstandschaft tat sich etwas. Bei der Jahreshauptversammlung wurde Dominik Beck einstimmig zum 4. Vorstand gewählt. Das Amt wurde vorher eigens geschaffen und der Vorstand damit um einen Platz verbreitert.

2014/2015

Mit Stefan Wallinger wurde ein neuer Trainer für die 2. Mannschaft gefunden, nachdem man sich zuvor mit David Durel auf keine weitere Zusammenarbeit einigen konnte. Aufgrund eines fehlenden Stammkeepers verlief der Start für die 1. Mannschaft holprig. Die Reserve konnte sich gleich von Beginn an vorne festsetzten und bekleidete viele Spieltage lang sogar die Tabellenführung. Zur Winterpause hatte die 1. Mannschaft mit nur drei Punkten Rückstand auf den 5. Platz abermals Platz 9 inne. Die Zweite erreichte zur Halbserie einen hervorragenden 3. Rang, mit Tuchfühlung zu den beiden Aufstiegsplätzen.

Bei der zweiten Teilnahme beim Brucker Dreikönigsturnier konnten die Kickers in der „Todesgruppe“ mit den Bezirksligisten TV 48 Erlangen und der SpVgg Erlangen sensationell vor der Spieli den Einzug ins Viertelfinale klarmachen. Hier scheiterte man aber deutlich am Bayernliga-Vertreter SC Eltersdorf. In der Hallenkreismeisterschaft wurde erstmalig auf Futsal umgestellt. Diese Form des Hallenfußballs erfreute sich aber keiner großen Beliebtheit und beide Kickers-Mannschaften scheiterten schon in der Vorrunde.

2015 ging die Amtszeit der Kickers-Gründer nach fünf Jahren satzungsgemäß zu Ende und ein neuer Vorstand musste gewählt werden. David Sämann, Christoph Ebert und Enrico Cescutti traten aus privaten Gründen bei dieser Wahl nicht mehr neu an. Der neue Vorstand wurde wie folgt gewählt: Sandro Cescutti (1. Vorsitzender), David Stöckl (2. Vorsitzender), Dominik Beck (3. Vorsitzender), Rene Ebert (Abteilungsleiter) und Michael Schlicke (Schatzmeister) wurden im Amt bestätigt. Neu hinzugekommen waren Andreas Bayerschmidt (Mitgliederverwaltung) und Jörg Damerau (Schriftführer).

Konträr gehenden Ziele mit dem Platzverein BSC Erlangen sorgten im April 2015 dafür, dass sich die Kickers eine neue Spielstätte suchten. Dabei fiel die Wahl auf den FSV Erlangen-Bruck. Die Kickers schlossen sich dabei mit einer breiten Mehrheit mitgliedschaftlich den Bruckern an.